Photovoltaik-Vertrieb wechseln: Alternativen für Vertriebler

Wer Photovoltaik verkauft, bringt viel mit: erklärungsbedürftige Beratung, Abschlussstärke und Erfahrung im direkten Kundengespräch. Wenn du dich im Vertrieb neu aufstellen möchtest, kann der klassische Energie- und Telekommunikationsvertrieb eine Alternative oder Ergänzung sein.

Von SGS Energie und mehr GbR

Das solltest du wissen

Warum ein Wechsel aus dem PV-Vertrieb sinnvoll sein kann

Im Photovoltaik-Vertrieb hängt viel an einzelnen Projekten: Beratung, Finanzierung, technische Machbarkeit, Montage und Umsetzung greifen ineinander. Das kann attraktive Einzelprovisionen ermöglichen, macht den Vertrieb aber auch abhängig von längeren Projektketten und der operativen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Anbieters.

Strom-, Gas- und Telekommunikationsverträge funktionieren anders. Die einzelnen Provisionen sind in der Regel deutlich kleiner als bei einer PV-Anlage, dafür ist das Produkt für wesentlich mehr Haushalte relevant und der Verkaufsprozess kann kürzer sein. Das ist kein automatisch besseres Modell, sondern ein anderes Vertriebsprofil.

Welche Erfahrung du aus dem Solarvertrieb mitbringst

PV-Vertriebler sind häufig gewohnt, mit Privatkunden über Energiekosten, Einsparpotenziale und langfristige Entscheidungen zu sprechen. Genau diese Gesprächserfahrung lässt sich auch bei Strom, Gas, DSL, Glasfaser oder Mobilfunk nutzen.

Besonders wertvoll sind Erfahrung im Außendienst, Door-to-Door-Vertrieb, Terminvertrieb oder in der eigenständigen Leadbearbeitung. Du musst nicht bei null anfangen, sondern vor allem Produkte, Prozesse und Vergütungslogik des neuen Modells lernen.

PV-Vertrieb und klassischer Energievertrieb im Vergleich

Bei Photovoltaik steht meist ein großer Einzelauftrag im Mittelpunkt. Im klassischen Energievertrieb entsteht das Ergebnis eher über eine höhere Zahl kleinerer Abschlüsse. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Provision pro Vertrag, sondern wie viele sinnvolle Kundenkontakte du bearbeiten kannst und welche Produkte du pro Haushalt anbieten kannst.

Bei SGS gehören Strom und Gas zum Kern. Zusätzlich kannst du DSL, Glasfaser und Mobilfunk vermitteln. Bei bestimmten Neukundenabschlüssen sind bis zu 170 € Provision möglich. Die konkrete Vergütung hängt von Produkt, Anbieter und Tarif ab.

Ein möglicher Vorteil: Kunden nicht nach dem Abschluss verlieren

Für einen nachhaltigen Vertriebsaufbau ist relevant, was nach dem ersten Vertrag passiert. Die von dir gewonnenen Kunden werden dir bei SGS innerhalb der Organisation zur weiteren Betreuung zugeordnet. Nach einer passenden Vertragslaufzeit kannst du erneut prüfen, ob Handlungsbedarf besteht.

Das kann ein wichtiger Unterschied zu Modellen sein, die fast ausschließlich auf einmalige Neukundenabschlüsse ausgerichtet sind. Folgegeschäft ist trotzdem nicht garantiert: Bedarf, verfügbare Tarife und die vereinbarten Konditionen müssen jeweils neu geprüft werden.

E.ON-Bestandskunden als zusätzlicher Gesprächsanlass

Bei SGS kannst du jeden E.ON-Bestandskunden betreuen und seinen bestehenden Vertrag prüfen. Ob sich daraus eine konkrete Optimierung ergibt, hängt vom einzelnen Vertrag und den verfügbaren Möglichkeiten ab.

Für erfahrene Außendienstler kann das praktisch sein, weil ein bestehender E.ON-Vertrag das Gespräch nicht automatisch beendet. Neben Neukunden kannst du damit auch Kunden ansprechen, die bereits bei E.ON sind.

Für wen der Wechsel eher passt – und für wen nicht

Der Wechsel kann zu dir passen, wenn du viele Kundenkontakte bearbeiten willst, ein breiteres Produktportfolio suchst und dir einen betreubaren Kundenbestand aufbauen möchtest. Auch ein paralleler Einstieg ist möglich, wenn du dein bisheriges Geschäft nicht sofort aufgeben willst.

Wenn für dich dagegen ausschließlich sehr hohe Einzelprovisionen entscheidend sind und du bewusst mit wenigen großen Projekten arbeiten möchtest, ist der klassische Energievertrieb wahrscheinlich kein gleichwertiger Ersatz für PV. Vergleiche deshalb das Gesamtmodell statt nur einzelne Provisionsbeträge.

Diese Punkte solltest du vor einem Wechsel klären

Prüfe vorab, welche Produkte du konkret vermitteln kannst, wie Provisionen und Stornos geregelt sind, welche Kunden du betreuen darfst und wie Folgegeschäft organisiert wird. Auch die Frage, ob du nebenberuflich testen oder direkt hauptberuflich starten willst, gehört dazu.

Wenn du bereits Erfahrung im Photovoltaik-, Solar- oder Direktvertrieb hast, kannst du bei SGS deine aktuelle Situation schildern. Dann lässt sich konkret prüfen, ob Strom, Gas und Telekommunikation zu deinem Vertriebsmodell passen.